Die Charité – ein Schicksalsort in Berlin

An keinem anderen Ort in Berlin wird so viel Schicksal gespielt wie an der Charité. Dort liegen Leben, Überleben und Sterben sehr eng beieinander.

Große Köpfe, Denker, Wissenschaftler und Mediziner haben an diesem Ort große Erfindungen gemacht.

Ferdinand Sauerbrauch hat dort ab Jahr 1928 erforscht und entwickelt. Paul Ehrlich verhalf die Diagnose zahlreicher Bluterkrankunden zum Durchbruch und der große Robert Koch hat dort der großen Seuche des 19. und 20. Jahrhunderts, der Tuberkulose den Kampf angesagt und ihn nach einigen Rückschlägen endlich gewonnen. Noch heute sind diese großen Namen mit der Charité verbunden sind bedeutende Forschungsinstitute, wie das Robert-Koch und Max-Planck-Institut, tragen sie doch den Namen dieser großen Wissenschaftler.

Die oben genannten Entwicklungen sind nur ein paar der wichtigsten medizinischen Erfindungen, die in Berlin ihren Ursprung fanden, viele andere folgten. Die Charité stand vor allem während des Kaiserreichs unter dem Schutz des jeweiligen Herrschers und erfreute sich jeweils der größten Unterstützung. Die Professoren der Berliner Charité stellten schließlich die medizinische Betreuung und Behandlung des Herrscherhauses sicher.

Daneben zeichnete sich die Charité zu allen Zeiten aus durch die Weiterentwicklung der Pflege. Gerade vor ein paar Wochen widmete die ARD der Charité einen Mehrteiler, der einen tiefen Einblick schenkt in die Geschichte der Charité, verbunden mit bester Unterhaltung. In dieser informativen und zugleich unterhaltsamen Produktion wurde unter anderem erzählt, wie sich die weiblichen Pflegekräfte endlich zusammengeschlossen haben zu einem Verein, Frauen um das Recht auf die Zulassung zum Medizinstudium kämpften, aber auch wie die Intrigen und der Antisemitismus vor den großen Forschungsthemen nicht Halt machten.

Viele Tränen wurden in der Charité seit ihrer Gründung im Jahr 1810 vergossen. Tränen der Angst, Tränen des Schmerzes, Tränen der Trauer, aber auch Tränen der Freude, wenn eine schwere Krankheit überwunden wurde und es berechtigte Hoffnung auf Heilung gab.

Am Rande sei bemerkt, dass die Charité mit ihrer bestimmenden Architektur in der Mitte Berlins ein architektonisch interessanter Bau ist, der ihrer historischen Stellung in der Geschichte Berlins voll gerecht wird.

Für alle Berlinbesucher ist die Charité ein Ort, dessen Besuch sich lohnt. Wandern auf den Spuren der großen Namen der Wissenschaft, der Besuch des Museums, aber auch das Besinnen darauf, dass Leben und Tod durch das Schicksal bestimmt werden – all das kann man in der Charité erleben und erfahren.

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