Wandern über den Wolken – Herbst am Zeller See

„Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.“ 

Mit diesem legendären Song aus den 70 ger Jahren hat uns Reinhard Mey eine Sehnsucht nach unbeschwerter Freiheit mit auf den Lebensweg gegeben und dieser Slogan ist immer noch aktuell. Deshalb möchte ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, in der aktuellen Herbstausgabe der WIA eine Reise ins Pinzgau, rund um den Zeller See empfehlen. Dort garantieren das Kitzsteinhorn und viele andere Berge ein Wandererlebnis über den Wolken.

Foto: Eva-Maria Popp
Foto: Eva-Maria Popp

Die Gegend ist mit einem besonderen Flair  gesegnet, deshalb hat schon Kaiserin Sissi 1885 die Schmittenhöhe als interessantes Wanderziel erkoren. Um 1.00 Uhr früh ist sie mit ihrem Bergführer Anton Ullmann und vielen Fackelträgern aufgebrochen, um mit flottem Schritt den Berggipfel zu erklimmen. Sie wollte vor allem den Sonnenaufgang auf der Schmittenhöhe genießen. Noch heute erinnern die historisch sehenswerte Gedenkkapelle aus dem Jahr 1907 und der original Sissiweg auf dem Gipfel an dieses Ereignis.

Wir können den Gipfel in der heutigen Zeit bequem mit der Seilbahn erreichen, die in modernstem Porschedesign gestaltet, in die Lüfte schwebt. Oben warten ausgedehnte Wanderwege und für die Kinder pädagogisch sehr pfiffig aufgebaute Lehrpfade auf Sie, die bei den Enkeln keine Müdigkeit aufkommen lassen.

Diesen Luxus haben wir Wolfgang Porsche zu verdanken, der im Schüttgut am Zeller See heimisch ist. Sein Großvater Ferry Porsche hat in den 30 Jahren die Schönheit des Zillertals entdeckt und daraufhin den Familiensitz der Porsches in Zell am See angesiedelt. Heute betreibt Wolfgang Porsche das Schüttgut als nachhaltig arbeitenden Gutsbetrieb und züchtet dort Rinder. Auf dem Gutsgelände wird das Andenken an die berühmten Vorfahren mit der wunderschönen Porsche Familiengruft in Ehren gehalten. Daneben betreibt Wolfgang Porsche im Pinzgau 28 Bergbahnen, den stark frequentierten Flugplatz in Zell am See, das Porsche Designstudio und viele Autohäuser im gesamten Salzburger Land, in denen flotte Porsches und Audis angeboten werden. Kein Wunder, dass die legendären Porsche Erlebnistouren, bei denen das Herz jedes Motorsportfreundes höher schlägt, ihren Start in Zell am See haben.

Auch berühmte Künstler, wie der Schriftsteller Hugo von Hofmannsthal haben die Schönheit der Gegend entdeckt und sich im Pinzgau niedergelassen. Hofmannsthal hat das Schloss Prielau erworben und dort für einen angeregten kulturellen Austausch gesorgt. Daraus ist eine enge Freundschaft mit dem einheimischen Maler Anton Faistauer entstanden, worauf dieser die noch heute gut erhaltenen Fresken im Festspielhaus in Salzburg malte.

Das Schloss wurde bis in die 90 Jahre von den Nachfahren der Familie Hofmannsthal bewohnt. Heute gehört es Wolfgang Porsche, der dort ein elegantes Sternerestaurant betreibt. Gerade für einen Urlaub gemeinsam mit den Enkelkindern ist im Pinzgau für viel Abwechslung gesorgt. Ein Highlight ist eine Wanderung zu den Smaragdminen in Bramberg im Hambachtal. Dort kann sich die ganze Familie an einer Suche nach den edlen, grün funkelnden Steinen machen. Bewaffnet mit einem Sieb und guten Tipps des Guides macht sich Goldgräberstimmung, in diesem Fall besser gesagt, Steinefieber breit. Schließlich steht Weihnachten in ein paar Monaten vor der Tür und was wäre das Fest ohne ein neues Schmuckstück für die Mama. Was gibt es Schöneres, als ein handgearbeitetes, individuelles Schmuckstück vom Goldschmied, der aus dem edlen Fund in den Bergen ein wahres Meisterwerk zaubert.

Foto: Eva-Maria Popp
Foto: Eva-Maria Popp

Weiter geht’s am nächsten Tag auf das Kitzsteinhorn. Eine Seilbahn bringt Sie bequem und vor allem kostenfrei auf den Gipfel, wenn Sie in einem Hotel übernachten, das die Zell am See Card anbietet. Beim Ausstieg weht einem der Winter entgegen. Schnee, soweit das Auge reicht und vor allem ein beeindruckendes Panorama mit den Gipfeln des Großvenedigers, Großklockners und vielen anderen. An bestimmten Tagen bietet ein erfahrener Ranger des Nationalparks Hohe Tauern eine Führung an, die sehr interessant ist und einen tiefen Einblick in die Geologie, Flora und Fauna des Berges gibt. Eine sommerlich-herbstliche Schlittenfahrt im Schnee ist natürlich inbegriffen. Interessant am Rande: Das Kitzsteinhorn gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen der arabischen Gäste, die in Europa weilen. So erleben Sie die Pracht des Kitzsteinhorns zusammen mit „Familie Scheich“ und können die Begeisterung der Wüstensöhne und -töchter sehen, die zum ersten Mal in ihrem Leben Schnee unter den Füßen spüren. Sie sind außer sich vor Freude und schnell kommt man ins Gespräch, wenn man das Schulenglisch aus den verrosteten Gehirnwindungen kramt. Auf der Rückfahrt sollten Sie einen Stopp einlegen auf dem Plateau der Mittelstation. Von dort aus führt Sie ein 90 minütiger Rundwanderweg zu klaren Gletscherseen und vor allem über Moränen und gewaltige Steinlawinen. Beeindruckend, wie sich die Natur immer wieder durchsetzt und aus den kleinsten Ritzen ohne Erde blühende Polster sprießen. Nach dieser Anstrengung ist eine Erfrischung im Zeller See angesagt, der als Bergsee sehr erfrischend ist. Das Wasser ist klar und sauber, so dass das Schwimmen große Freude bereitet.

Ein weiteres Familienziel ist der Aufstieg zu den Krimmler Wasserfällen, welche die längsten Wasserfälle in Europa darstellen. Best ausgebaute Wanderwege führen ca. 400 Höhenmeter bergauf, so dass man dem Verlauf der Wasserfälle bequem zu Fuß folgen kann und  das Naturwunder auf diese  Weise in allen Facetten begleitet. Gerade für die Kinder ist viel geboten, weil am Einstieg ein toller Eventpark mit lustigen Wasserspielen und vor allem vielen wissenswerten Informationen aufwartet. Wenn sich die Sonne mal eine Pause gönnt und dem Regen den Vortritt lässt, findet man im Pinzgau viele interessante Angebote, die keine Langeweile aufkommen lassen:
Spannende Museen, die viel Wissenswertes bieten, Hallenbäder, Kinofilme, Infozentren und vieles mehr sorgen für Abwechslung und genügend Unterhaltung.

Meiner Familie hat`s gefallen in Zell am See und Kaprun. Ich würde mich freuen, wenn ich auch Sie anregen konnte zu einem abwechslungsreichen Enkelurlaub im Pinzgau.

Viel Spaß
Ihre Eva-Maria Popp

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